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Produktratgeber

C16 oder C24: Festigkeitsklassen für Konstruktionsholz erklärt

C16 und C24 sind die beiden häufigsten Festigkeitsklassen für Nadel-Konstruktionsholz. Was die Zahlen bedeuten, wann welche Klasse vorgegeben wird und wie Sortierung und CE-Kennzeichnung funktionieren.

May 2026·5 min read·Bruno Fardilha

Wer Konstruktionsnadelholz kauft oder verkauft, trifft am häufigsten auf C16 und C24. Auf dem Stapel sehen sie nahezu identisch aus, auf einer Statikzeichnung sind sie aber nicht austauschbar. Das unterscheidet sie.

Was der Code wirklich bedeutet

Die Klasse folgt der europäischen Norm EN 338. Der Buchstabe steht für die Artengruppe — C für Nadelholz (coniferous), D für Laubholz (deciduous). Die Zahl ist die charakteristische Biegefestigkeit in Newton pro Quadratmillimeter. C24 hat also eine charakteristische Biegefestigkeit von 24 N/mm², C16 von 16 N/mm². Höhere Zahl, festeres und steiferes Holz — eine gegebene Last lässt sich mit kleinerem Querschnitt tragen oder eine größere Spannweite mit gleichem Querschnitt überbrücken.

C16 und C24 im Vergleich

  • C24 ist fester, steifer und meist geradliniger, mit engeren Grenzen für Äste und Baumkante. Es ist der Standard für Balken, Sparren und die meisten bemessenen Decken- und Dachkonstruktionen.
  • C16 ist eine niedrigere Klasse mit mehr zulässigen Merkmalen. Für leichtere Rahmen, Ständerwerk und unkritische statische Anwendungen, bei denen C24 überdimensioniert wäre, ist es völlig geeignet.
  • Da ein größerer Teil jedes Stamms die weiteren C16-Grenzen erfüllt, kann C16 in manchen Märkten günstiger oder besser verfügbar sein — in weiten Teilen Europas ist C24 jedoch so dominant, dass es oft leichter zu beschaffen ist.

Wie Holz seine Klasse erhält

Die Festigkeitssortierung erfolgt auf zwei Wegen, beide geregelt nach EN 14081:

  • Visuelle Sortierung: Eine geschulte Person beurteilt Äste, Faserneigung, Baumkante und Verformung anhand eines schriftlichen Standards.
  • Maschinelle Sortierung: Jedes Stück durchläuft eine Maschine, die die Steifigkeit misst und die Festigkeit vorhersagt — das ergibt gleichmäßigere und oft höhere Ausbeuten.

Konstruktionsholz, das auf dem europäischen Markt in Verkehr gebracht wird, muss nach EN 14081 CE-gekennzeichnet sein. Das verknüpft das Stück mit seiner Klasse und dem auditierten Prozess des Werks. Der Sortierstempel sollte Festigkeitsklasse, Norm, Holzart und Sortierstelle zeigen.

Richtig spezifizieren, ohne zu viel zu zahlen

  • Übernehmen Sie die Klasse aus den Zeichnungen des Tragwerksplaners — ersetzen Sie C16 nicht durch C24 oder umgekehrt ohne Freigabe.
  • Bestätigen Sie Holzart und Herkunft: „C24" umfasst mehrere Arten (Fichte, Kiefer, Tanne) mit unterschiedlichem Aussehen und Feuchteverhalten.
  • Geben Sie Feuchtezustand (kammergetrocknet oder frisch) und etwaige Behandlung separat an; die Festigkeitsklasse deckt sie nicht ab.

Die Festigkeitsklasse beschreibt nur die mechanische Leistung. Aussehen, Feuchte, Dauerhaftigkeitsklasse und Zertifizierung (FSC/PEFC) sind eigene Vorgaben — legen Sie sie in der Bestellung ausdrücklich fest, damit das Werk genau weiß, was es schneiden soll.

Timberhub beschafft C16, C24 und höhere Klassen über sein Netzwerk in DACH, den nordischen und baltischen Ländern, maschinell oder visuell sortiert und CE-gekennzeichnet. Senden Sie uns die statische Spezifikation, und wir ordnen sie einem Werk zu, das sie serienmäßig fertigt.

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